15.06.2010 05:37 Alter: 2 yrs
Von: Gerlinde Ehehalt

Handel und Handwerk in Degerloch


Rolf Reihle mit Thomas. S. Bopp bei der Versammlung der Werbegemeinschaft

Rolf Reihle mit Thomas. S. Bopp bei der Versammlung der Werbegemeinschaft

Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, war zu Gast bei der Werbe­gemeinschaft Degerloch.

"In Degerloch ist ein gewisser Strukturwandel zu beobachten",sagte Rolf Reihle, der Vorsitzendeder Gemeinschaft Degerlocher Fachgeschäfte und Dienstleister.Zum ersten Mal seit vielen Jahrengebe es Leerstände und viel Wechsel in den Geschäften. Um den Standort zu sichern, habe mandeshalb gemeinsam mit Stadtteilmanager Torsten von Appen verschiedene Konzepte entwickelt.

Die Kaufkraft solle gehalten und der Handel vor Ort unterstützt werden, ergänzte Rolf Armbruster, Vorsitzender des Gewerbe-und Handelsvereins (GHV). Auf der neuen Internetseite www.degerloch.info, die demnächst startet, werden die Geschäfte von Degerloch präsentiert. Täglich zwischen 12 bis 15 Uhrläuft außerdem im Regio-TV ein Werbespot "Einkaufen in Degerloch". Thomas S. Bopp, Vorsitzenderdes Verbands Region Stuttgart bestätigte den Strukturwandel in den Stadtbezirken und dankte den "zwei Rölfen" für ihr Engagement vor Ort.

"Ein Stadtteil bleibt durch die Menschen lebendig, die dort essen, einkaufen, ins Restaurant gehen", sagte Bopp. Einzelhandel bedeute nicht, dass jeder "einzelnhandelt". Der Markt regele sich nicht von allein. Vielmehr sei die Regulierung über den Regionalplan nötig, damit die Ortskerne nicht ausbluten, wenn sich ein Filialist nach dem anderen auf der "grünen Wiese" ansiedle. "In der Region Stuttgart mit 179 Gemeinden gibt es schon 55, die keinen Lebensmitteleinzelhandel mehr im Ortskern haben", so Thomas S. Bopp. "Lebensmittelgeschäfte sind aber "Frequenzbringer" für den anderen Einzelhandel. Deswegen muss der Verband für "Waffengleichheit" sorgen. "Nach dem Regionalplandarf großflächiger Einzelhandel nur in der Nähe der Ortskerne stattfinden, damit der örtliche Einzelhandel nicht kaputtgeht. "

Nach wie vor hat Degerloch eine Sonderstellungunter den 19 Stadtbezirken mit seiner Vorzeigeeinkaufsstraße und der zahlreichen Laufkundschaft", lobte Rolf Reihle. Das sei dem guten Branchenmix zu verdanken. Diesen möchten die Selbständigen gern erhalten. Doch wirklichen Einfluss auf den Erhalt eines gesunden Mixes haben sie nicht. Die Ansiedelung ist Sache der Vermieter. Demnächst eröffnet der 13. Frisör in Degerloch! Auch der 1-Euro-Laden im Berolina-Haus stößt nicht auf Begeisterung bei den Gewerbetreibenden. Den rege strömenden Kunden scheint‘s jedoch zu gefallen.

Text und Foto: Gerlinde Ehehalt / mit freundlicher Genehmigung des Degerloch Journals.