15.04.2010 00:00 Alter: 2 yrs

Besuch von der Senioren-Residenz "Sillenbucher Markt"


Ausklang im Restaurant "Plenum"

Ausklang im Restaurant "Plenum"

Gerne nutzen Bürgergruppen die Möglichkeit, sich am Rande eines Plenartages einen Einblick in den Stuttgarter Landtag zu verschaffen und dabei auch das Gespräch mit ihren Wahlkreisabgeordneten zu suchen. Da es eher selten ist, dass Besuchergruppen aus Seniorenresidenzen kommen, freute sich Thomas S. Bopp MdL um so mehr über den Besuch aus Sillenbuch.

Die Senioren-Residenz "Sillenbucher Markt", eine Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes mit Appartements und einem Pflegebereich, liegt sehr zentral im Stadtteil Sillenbuch. Somit ist die Einrichtung auch verkehrstechnisch gut angebunden. Ein Grund mehr für die Seniorinnen, den Weg zwischen Sillenbuch und Landtag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.

Das Thema "Verkehrsmittel" bestimmte auch das Gespräch. Zuallererst kam die Frage nach dem Sinn und den Kosten von Stuttgart 21 zur Sprache. Das ist ein Thema, so die Seniorinnen, das nicht nur die Bewohner untereinander diskutieren, sondern auch mit ihren Familienmitgliedern. Thomas S. Bopp MdL wiederholte gerne seine Argumente für Stuttgart 21. Dabei unterstrich er u.a., dass die schnellen Züge innerhalb Europas das Verkehrsmittel der Zukunft sein werden und Stuttgart bzw. Baden-Württemberg nur über diesen neuen Bahnhof an die wichtige Verbindung Paris – Budapest direkt angebunden werden kann. Außerdem kann durch den neuen Bahnhof mit Hilfe der Metroexpresslinien die Region sternförmig erschlossen werden. Mit Blick auf die Finanzierung stellte Bopp erneut klar, dass insbesondere die Bahn und der Bund die Hauptlast tragen und nicht die Stadt Stuttgart. Käme also Stuttgart 21 nicht, würde das Geld nicht wie die Gegner von Stuttgart 21 immer wieder gerne den Bürgerinnen und Bürgern glaubhaft machen wollen in den Schulbau, in Krankenhäuser oder andere soziale Einrichtungen fließen. Die Bahn würde das Geld nicht in Baden-Württemberg, sondern in anderen Bundesländern investieren. Nicht zuletzt, so seine Argumentation weiter, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass dieses Projekt nicht "durchgeboxt" wurde, sondern auf allen Ebenen der demokratisch gewählten Institutionen mit breiter und stabiler Mehrheit beschlossen wurde.


Bopp appellierte deshalb nochmals an die Seniorinnen, dem Projekt positiv gegenüber zu stehen, denn "schließlich war es ihre Generation die die ganzen Unannehmlichkeiten mitgetragen hat als die Stuttgarter S-Bahn gebaut wurde. Hätten Sie damals nicht die vielen Baustellen im Zentrum unserer Landeshauptstadt in Kauf genommen", so der Landtagsabgeordnete weiter, "hätten wir heute nicht das Verkehrsmittel, das wir gar nicht mehr aus unserer Stadt wegdenken können. Dafür sind wir ihnen bis heute dankbar".

Doch nicht nur "Verkehrspolitik im großen Stil" lag den Damen am Herzen. Sie beklagten vielmehr den zunehmenden Lärm durch den gestiegenen Lastwagenverkehr in der Kirchheimerstraße in Sillenbuch, der auch ihre Einrichtung stark beeinträchtigt. Außerdem beklagten sie die immer wieder fehlenden Absenkungen an den Bordsteinen, die ihre Mobilität mit dem Rollator deutlich einschränken. Thomas S. Bopp MdL versprach sich kundig zu machen. Die Seniorinnen ihrerseits würden gerne die Antwort persönlich entgegennehmen und sprachen nach dem interessanten Besuch im Landtag eine Gegeneinladung an ihren Landtagsabgeordneten aus.